Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) regeln die Nutzung der Software-as-a-Service- Plattform „VisionAiMind" (nachfolgend „Plattform") zwischen dem Anbieter und dem Nutzer. Stand: Juli 2026.
1. Geltungsbereich und Anbieter
Anbieter der Plattform ist Ömer Alpay, handelnd unter der Unternehmensbezeichnung Vision AI Mind Trading (Einzelunternehmen), Gneisenaustraße 97, 45472 Mülheim an der Ruhr, Deutschland (nachfolgend „Anbieter"). Vollständige Anbieterangaben finden Sie im Impressum.
Diese AGB gelten für sämtliche Verträge über die entgeltliche oder unentgeltliche Nutzung der Plattform. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Nutzers werden nur Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zustimmt.
Verbraucher im Sinne dieser AGB ist jede natürliche Person, die den Vertrag zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können.
2. Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung
Gegenstand des Vertrags ist die Bereitstellung technischer Softwarewerkzeuge zur Analyse, Visualisierung und Überwachung von Handelsaktivitäten und öffentlich verfügbaren Marktdaten für den persönlichen, eigenverantwortlichen Einsatz durch den Nutzer.
Konkrete Leistungen (technischer Natur)
- ›KI-gestützte Analyse von Trading-Signalen (z. B. TradingView-Signale) und Marktdaten
- ›Berechnung von Risiko-Scores, makroökonomischen Kontexten und Compliance-Parametern (z. B. Daily-Loss-Limits, Max Drawdown für Prop-Trading-Accounts)
- ›Generierung automatisierter Alerts und Benachrichtigungen (z. B. via Telegram)
- ›Dashboard, Trade-Journal und Analyse-Ansichten zur Visualisierung von Handelsdaten und Live-Kursen
Reine Software-Nutzungsgebühr — keine Finanzdienstleistung. Der Anbieter erhebt ausschließlich eine feste, nutzungsunabhängige Software-Nutzungsgebühr für den Zugang zur Plattform. Es wird keine erfolgs- oder gewinnabhängige Vergütung vom Nutzer erhoben. Die Plattform stellt keine Anlageberatung, Anlage- oder Abschlussvermittlung, Finanzportfolio- bzw. Vermögensverwaltung, keinen Signalverkauf und keine automatisierte Orderausführung auf Konten des Nutzers dar.
Der Anbieter verfügt über keine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nach § 32 KWG oder § 15 WpIG; eine solche ist für den Betrieb einer rein technischen SaaS-Plattform auch nicht erforderlich. Der Anbieter hat zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf Konten, Gelder oder Handelsvollmachten des Nutzers. Sämtliche Handelsentscheidungen trifft der Nutzer eigenverantwortlich und auf eigene Rechnung über seine eigenen Konten bei unabhängigen Brokern oder Prop-Trading-Firmen.
3. Zustandekommen des Vertrags
Die Darstellung der Leistungen und Pakete auf der Website stellt kein rechtlich bindendes Angebot dar, sondern eine unverbindliche Aufforderung zur Abgabe eines Angebots (invitatio ad offerendum).
Mit Auswahl eines Pakets, Eingabe der erforderlichen Daten und Abschluss des Bezahlvorgangs über den Zahlungsdienstleister gibt der Nutzer ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Nutzungsvertrags ab. Der Vertrag kommt mit der Bestätigung des Anbieters (z. B. durch Bereitstellung der Zugangsdaten bzw. Freischaltung des Zugangs) zustande.
4. Preise und Zahlungsbedingungen
Es gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses auf der Website angegebenen Preise. Die Abrechnung erfolgt als wiederkehrende monatliche Software-Nutzungsgebühr im Voraus.
- ›Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den externen Zahlungsdienstleister Stripe. Es gelten ergänzend dessen Bedingungen.
- ›Die gesetzliche Umsatzsteuer wird nach den Grundsätzen der Regelbesteuerung berechnet und in Rechnungen gesondert ausgewiesen. Bei Verbrauchern innerhalb der EU erfolgt die Besteuerung nach dem Bestimmungslandprinzip (EU-OSS-Verfahren).
- ›Die Gebühr ist jeweils zu Beginn des Abrechnungszeitraums fällig und wird automatisch über die hinterlegte Zahlungsmethode eingezogen.
- ›Bei Zahlungsverzug oder fehlgeschlagenem Einzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur Plattform bis zum Ausgleich vorübergehend zu sperren.
5. Widerrufsrecht für Verbraucher
Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht nach Maßgabe der folgenden Widerrufsbelehrung zu. Unternehmern steht kein Widerrufsrecht zu.
Widerrufsbelehrung
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses. Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (Ömer Alpay, Gneisenaustraße 97, 45472 Mülheim an der Ruhr, [email protected]) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. per E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung der Mitteilung.
Folgen des Widerrufs
Im Falle eines wirksamen Widerrufs erstatten wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab Zugang Ihrer Widerrufsmitteilung zurück.
Vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts: Bei Verträgen über digitale Inhalte/Dienstleistungen erlischt das Widerrufsrecht, wenn Sie ausdrücklich zugestimmt haben, dass der Anbieter mit der Ausführung vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, und Sie Ihre Kenntnis davon bestätigt haben, dass Sie durch diese Zustimmung mit Beginn der Ausführung Ihr Widerrufsrecht verlieren. Diese Zustimmung wird im Bestellprozess gesondert eingeholt.
6. Laufzeit und Kündigung
Der Nutzungsvertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und läuft, sofern nicht anders vereinbart, im monatlichen Abrechnungszeitraum. Er kann von beiden Parteien jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums ohne Einhaltung einer Frist gekündigt werden.
- ›Die Kündigung durch den Nutzer ist jederzeit selbst über das Kundenkonto bzw. den Zahlungsdienstleister oder per E-Mail an den Anbieter möglich.
- ›Nach Wirksamwerden der Kündigung endet der Zugang zur Plattform mit Ablauf des bereits bezahlten Zeitraums; eine anteilige Rückerstattung erfolgt nicht, soweit gesetzlich zulässig.
- ›Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Parteien unberührt.
7. Pflichten und Verantwortung des Nutzers
- ›Der Nutzer hält seine Zugangsdaten geheim und schützt sie vor dem Zugriff Dritter.
- ›Der Nutzer nutzt die Plattform ausschließlich im Rahmen der geltenden Gesetze und der jeweiligen Bedingungen seines Brokers bzw. seiner Prop-Trading-Firma.
- ›Der Nutzer ist allein verantwortlich für alle von ihm getroffenen Handelsentscheidungen sowie für die Prüfung der Eignung der Tools und Analysen für seine persönliche finanzielle Situation.
- ›Eine missbräuchliche Nutzung, das Umgehen technischer Schutzmaßnahmen sowie die Weitergabe des Zugangs an Dritte sind untersagt.
8. Verfügbarkeit der Plattform
Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst hohe Verfügbarkeit der Plattform, schuldet jedoch keine ununterbrochene Verfügbarkeit. Wartungsarbeiten, Störungen bei Drittanbietern (z. B. Hosting, Broker-Schnittstellen, Messenger-Dienste) oder Ereignisse höherer Gewalt können zu vorübergehenden Einschränkungen führen. KI-gestützte Analysen können fehlerhaft, unvollständig oder verzögert sein.
9. Haftung und Haftungsbeschränkung
Der Handel mit Finanzinstrumenten ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Vergangene Ergebnisse, Analysen oder Alerts sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
Die Inhalte, Analysen, Risiko-Scores und Alerts der Plattform dienen ausschließlich Informations-, Analyse- und Demonstrationszwecken und stellen keine Anlageberatung und keine Handlungsempfehlung dar.
Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung — soweit gesetzlich zulässig — ausgeschlossen.
Eine Haftung für Handelsverluste, entgangenen Gewinn, Steuernachteile oder sonstige mittelbare Schäden, die aus Handelsentscheidungen des Nutzers, der Befolgung von Analysen/Alerts oder der Interpretation von KI-Ergebnissen entstehen, ist — soweit gesetzlich zulässig — ausgeschlossen. Die Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes bleiben unberührt.
10. Datenschutz
Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten nach Maßgabe der Datenschutzerklärung und unter Beachtung der DSGVO.
11. Änderungen dieser AGB
Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, soweit dies zur Anpassung an geänderte rechtliche Rahmenbedingungen oder Leistungen erforderlich ist und den Nutzer nicht unangemessen benachteiligt. Über Änderungen wird der Nutzer rechtzeitig informiert. Widerspricht der Nutzer nicht innerhalb der mitgeteilten Frist, gelten die geänderten Bedingungen als angenommen; auf die Bedeutung des Schweigens wird gesondert hingewiesen.
12. Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Zwingende verbraucherschützende Vorschriften des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, bleiben unberührt.
Soweit der Nutzer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist, ist Gerichtsstand der Sitz des Anbieters.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung bereit: https://ec.europa.eu/consumers/odr/. Der Anbieter ist nicht bereit oder verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
Stand: Juli 2026